Monatsabschluss April 2020 und Vorstellung einer neuen Aktie

Ein ereignisreicher Monat geht vorbei. Ich habe eine neue Aktie im Sparplan (dazu später mehr) und zum zweiten Mal in Folge ein dreistelliges Ergebnis bei den Dividendenzahlungen. Insgesamt 135,33 Euro an Nettodividenden habe ich im April 2020 erhalten. Das ist eine Steigerung von 91,88 Euro bzw. 311,46% gegenüber dem April 2019.  Der Freistellungsauftrag ist noch nicht aufgebraucht. Die Zahlungen in chronologischer Reihenfolge kamen von:

  1. Coca Cola, 01.04.2020; 6,10 Euro
  2. Lam Research, 08.04.2020; 9,80 Euro
  3. Philip Morris, 09.04.2020; 14,04 Euro
  4. Diageo, 09.04.2020; 3,35 Euro
  5. Stag Industrial, 15.04.2020; 12,62 Euro
  6. Leggett & Platt, 15.04.2020; 9,97 Euro
  7. Rio Tinto, 16.04.2020; 33,76 Euro
  8. Cisco Systems, 22.04.2020; 5,19 Euro
  9. Oracle, 23.04.2020; 0,50 Euro
  10. Bank of Nova Scotia, 29.04.2020; 10,59 Euro
  11. JPMorgan Chase, 30.04.2020; 7,19 Euro
  12. Altira, 30.04.2020; 4,88 Euro
  13. iShares J.P. Morgan USD EM Bond, 30.04.2020; 17,34 Euro

Dividenden und Ausschüttungen seit 2014

Im April habe ich insgesamt 1607,14 Euro investiert, und zwar ausschließlich über Sparpläne. Weil der Sparplan von Oracle über 26,25 Euro  sich über das Verrechnungskonto finanziert, habe ich somit 1580,89 Euro eigenes Geld investiert. Der pausierte Sparplan von ING Groep über 102,50 Euro mtl. wurde von mir durch einen neuen Sparplan in gleicher Höhe ausgetauscht. Es handelt sich dabei um das Unternehmen Qualcomm. Dieses Unternehmen hat sich schon länger in meiner Watchlist befunden und es nun in mein Depot geschafft. Es handelt sich um ein Unternehmen, dass vor allem im Bereich der drahtlosen und mobilen Datenübertragung tätig ist. Ich habe es meinem Depot hinzugefügt weil es nicht nur eine stabile Dividende zahlt sondern auch ganz groß in der Zukunftstechnologie 5G  engagiert ist. Wie üblich habe ich zu diesem Unternehmen einen Artikel geschrieben, zu finden unter "Meine Wertpapiere".

Grafisch dargestellt sieht mein Portfolio so aus (Gesamtwert ohne Verrechnungskonto 50175,38 Euro)

Depotentwicklung

Der Februar und März 2020 waren zwei desaströse Monate. Erfreulicherweise war der April 2020 ein Monat in dem der Markt sich wieder erholt hat. Davon hat auch mein Depot profitiert und um 8,9% zugelegt. Damit befindet sich mein Depot, nachdem es im März in den negativen Bereich gefallen ist, wieder leicht im Plus. Kurserfolge und Dividenden zusammengefasst hat mein Depot im April um 5287,57 Euro zulegen können. Insgesamt befindet sich das Depot nun wieder mit 704,45 Euro im Plus.

Seit der ersten Buchung sieht die Performance grafisch dargestellt so aus: (Als Benchmark ist pink der MSCI World, orange der S&P 500 sowie grün der DAX abgebildet, die Performance meines Depots ist in schwarz dargestellt.)

Der True Time weighted Rate of Return beträgt nun wieder 53,70%, das ist ein Plus von 12,58% gegenüber dem Vormonat bei dieser Performancekennzahl. Die Gesamtverzinsung meines Depots (interner Zinfuß) ist mit +1,02% wieder in den positiven Bereich gewechselt. Das ist ein Plus von 6,49% im Vergleich zum Vormonat.

Die Länderallokation sieht, Stand Ende April 2020, so aus:

(nicht berücksichtigt iShares J.P. Morgan USD EM Bond UCITS ETF)

Länderallokation: USA: 66,98%; UK: 9,58%; Niederlande: 8,32%; Kanada: 7,24%; Deutschland: 5,93%; Japan: 1,96%

Im Gesamtportfolio, also mit dem iShares J.P. Morgan USD EM Bond UCITS ETF, habe ich folgende Länderallokation: USA: 58,29%; UK: 8,33%; Niederlande: 7,24%; Kanada: 6,30%; Deutschland: 5,16%; Japan: 1,70%

Ein Blick auf die Sektorallokation:

Nichtzyklische Konsumgüter: 19,12%; IT: 13,17%; Gesundheitsversorgung: 13,16%; Anleihen: 12,98%; Zyklische Konsumgüter: 8,85%; Finanzwesen: 7,10%; Industrie: 6,61; Immobilien: 6,31%; Versorger: 5,18%; Energie: 3,84%; Telekommunikation: 2,17%; Materialien: 1,49%

Würde man den Bereich Anleihen außer acht lassen und sich nur auf die Aktien & Aktien-ETF-Allokation konzentrieren, so hat das Depot folgende Allokation:

Nichtzyklische Konsumgüter: 21,97%; IT: 15,14%; Gesundheitsversorgung: 15,12%; Zyklische Konsumgüter: 10,17%; Finanzwesen: 8,16%; Industrie: 7,60%; Immobilien: 7,60%; Versorger: 5,96%; Energie: 4,41%; Telekommunikation: 2,50%; Materialien: 1,71%

Ziele für das Jahr 2020

 

Coronabedingte Dividendenkürzungen und Dividendenstreichungen haben auch mein Depot bereits heimgesucht. Wie im Vormonat bereits beschrieben, hat ING Groep seine Dividende für die erste Jahreshälfte 2020 gestrichen. (ING Groep zahlt zweimal pro Jahr aus) Fielmann hat es ING gleich getan und streicht ebenfalls die Dividende. Somit ist frühestens 2021 wieder mit einer Zahlung von Fielmann zu rechnen. Weil Fielmann besonders hart vom Coronalockdown in vielen Ländern Europas betroffen ist, schließlich wird der Großteil über das Filialgeschäft abgewickelt, Services wie das Linsenabo können die Bilanz auch nicht mehr retten, kann ich diese Maßnahme nachvollziehen und werde die Aktie nicht aus dem Depot schmeißen. Viele werden es mitbekommen haben, Royal-Dutch-Shell hat zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg die Dividende gekürzt. Die Kürzung fällt mit 2/3, bzw. 66% heftig aus. Diese "epochale" Entscheidung des Managements kann man allerdings nachvollziehen, schließlich befindet sich der Ölpreis auf einem extrem niedrigen Niveau und das Geschäftsmodell ist nun mal zu einem Großen Teil vom Ölpreis abhängig. Und wenn man schon um eine Kürzung nicht herum kommt, dann kann diese auch deutlich ausfallen, damit verschafft sich das Unternehmen hoffentlich genug finanziellen Spielraum um die Krise gut zu überstehen. Ich hoffe es werden nicht noch mehr Unternehmen aus meinem Porfolio folgen, denn das ist meinem Ziel, am Ende des Jahres 2020 mindestens 130,00 Euro Nettodurchschnittsdividende zu erreichen, natürlich nicht zuträglich. Beim Investment von mindestens 25000 Euro bis zum Ende des Jahres sieht dafür sehr gut aus, bis Ende April habe ich bereits 13443,53 Euro investiert.

Ziel 1 25000 Euro Investment Zielerreichung in % 53,77%
Ziel 2 130,00 Euro Nettodurchschnittsdividende Fehlbetrag 39,22 Euro

Ausblick auf den Mai 2020

Der Vorteil eines Dividendeninvestors ist es, dass man auch in Zeiten hoher Volatilität laufend Erträge erhält. Ich bin zuversichtlich, dass die Liste der Dividendenstreichungen und Kürzungen nicht viel länger wird als bisher. Der April separat betrachtet war von der Performance her natürlich hervorragend, es bleibt aber abzuwarten, ob es sich bei dieser Erholung um eine Bullenfalle handelt oder ob diese nachhaltig ist. Es kann passieren, dass die Tiefpunkte aus dem März angetestet werden, denn das Ausmaß des unvermeidbaren Konjunkurrückgangs ist insgesamt noch nicht abzuschätzen. Ich werde meine Sparpläne jedenfalls weiter ausführen, auch den von Shell, und die Augen nach sich bietenden Gelegenheit auf jeden Fall offen halten. 

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