Neu im Sparplan: UnitedHealth Group

Mehrfach angekündigt, jetzt endlich umgesetzt. Das nächste Unternehmen hat es in mein Depot geschafft, es heißt UnitedHealth Group und gehört dem Wirtschaftssektor Gesundheitsversorgung an. Dabei handelt es sich um den größten Krankenversicherer in den USA.  Wie z.B. Ecolab gehört auch die UnitedHealth Group zu den Coronaprofiteuren. Die dazugehörige Analyse habe ich bereits im Oktober verfasst, seit dem ist der Kurs um knapp 7% (!) gestiegen, ein paar Angaben, z.B. betreffend der Dividendenrendite sind also zum jetzigen Zeitpunkt schon nicht mehr aktuell, ich denke aber, über diesen Umstand kann man auch mal hinweg schauen. UnitedHealth Group bietet einen interessanten Mix aus starkem Wachstum und steigender Dividende, auch wenn diese zur Zeit deutlich unter 2% liegt und damit eigentlich nicht meine Kriterien für ein Investment erfüllt. Weil die Bewertung mit einem 28er KGV, und damit deutlich über dem langjährigen Schnitt, zur Zeit sehr hoch ist, eignet sich UnitedHealth Group besonders gut für das Investment mittels Sparplänen. Aus diesem Grund bespare ich das Unternehmen seit dem 15.11.2021 mit monatlich 60,00 Euro kostenlos über mein Depot bei TradeRepublic*. Damit steigen meine monatlichen Investments auf 1100 Euro an:

 
Sparpläne Monatsanfang Sparpläne Monatsmitte
 1. 3M 25,00 €

 1. Aflac

50,00 €
 2. Altria 25,00 €  2. BlackRock 44,18 €
 3. AT&T 53,84 €  3. Chevron 25,00 €
 4. Cisco Systems 25,00 €  4. Coca Cola 25,00 €
 5. Fastenal 25,00 €  5. Diageo 25,00 €
6. Johnson & Johnson 126,08 € 6. Ecolab  25,00 €

7. Mastercard

26,27 € 7.  JP Morgan Chase 25,00 €

8. Microsoft

20,00 € 8. Microsoft 25,00 €

9. MSCI

25,00 € 9. National Grid 25,00 €
10. Rio Tinto 25,00 € 10. Oracle* 27,56 €
11. Ross Stores 25,00 € 11. Pepsico  25,00 €
12. Royal Dutch Shell 'A 25,00 € 12. Philip Morris 
25,00 €
13. Stag Industrial 25,00 € 13. Qualcomm 
28,19 €
14. Texas Instruments 73,04 € 14. Reckit Benckiser   68,30 €
15. Walgreens Boots Al. 25,00 € 15. Unilever 26,27 €
  16. Visa 26,27 €
  17. UnitedHealth Group 60,00 €
549,23 € 550,77 €

* Dieser Sparplan finanziert sich durch das Verrechnungskonto.

Investiertes Kapital insgesamt: 1100,00 €, davon 1072,44 € frisches Geld investiert und 27,56 € reinvestierte Dividenden.

Ein weiteres Unternehmen aus meiner Watchlist hat es also in mein Depot geschafft. Die Watchlist, wie ursprünglich angekündigt, noch in diesem Jahr vollständig abzuarbeiten wird mir nicht gelingen, für 2022 bleibt also noch etwas Arbeit übrig.


In den letzten Tagen war Johnson & Johnson (Börsenticker JNJ), immerhin die größte Position in meinem Depot, öfters in den Schlagzeilen. Dabei ging es nicht nur um Börsennews. Ich fasse daher, für alle die es interessiert, die aktuelle Situation an dieser Stelle zusammen:

In den nächsten 18 bis 24 Monaten soll Johnson & Johnson in zwei eigenständige Unternehmen zerschlagen werden. Dabei werden die Sektoren "Pharmaceutical" und "Medical Devices" ein eigenständiges Unternehmen bilden. Der Bereich "Consumer" wird durch einen Spin-off (zu deutsch Ausgliederung) in ein eigenständiges Unternehmen überführt. "Pharmaceutical" und "Medical Devices' sind die Wachstumstreiber bei JNJ und weisen weit aus bessere Margen auf, als "Consumer". Dieser Geschäftszweig tritt eher auf der Stelle und weist praktisch kein Wachstum auf. Zu "Consumer" gehören solche, auch in unseren Breiten bekannten Marken, wie z.B. o.b. und Listerine. Der Bereich "Consumer" ist allerdings noch mit einem anderen Malus behaftet. Seit Jahren sind Klagen im Zusammenhang mit angeblich asbestverseuchtem Babypuder in den USA anhänglich. Es drohen milliardenschwere Entschädigungszahlungen. Um das daraus resultierende Unternehmerische Risiko abzugrenzen greift JNJ auf ein als "Texas-Two-Step" bekanntes Verfahren zurück. JNJ spaltete sich dazu in North Carolina, einem der wenigen Staaten in dem "Texas-Two-Step" überhaupt zulässig ist, in viele kleine Unternehmen auf. Fast alle davon wurden dann wieder als Johnson & Johnson zusammengefasst. Ein als "LTL Management" benanntes Unternehmen bleibt dabei eigenständig. Dieses Unternehmen wurde mit 2 Mrd. $ ausgestattet und hat nur die Funktion für Klagen aus dem Babypuder-Skandal herzuhalten. Es soll dadurch bewusst in die Insolvenz gehen und der Schaden von JNJ soll damit auf die genannten 2 Mrd. $ begrenzt werden. Ob dieser Plan so tatsächlich aufgehen wird ist ungewiss, da über die Rechtmäßigkeit erst noch entschieden werden muss, der Ausgang ist also ungewiss. 

Falls dieses Vorgehen als nicht rechtmäßig vom zuständigen Gericht beurteilt wird, würde sich der unternehmerische Schaden "nur" auf den Bereich "Consumer" begrenzen. Die hochprofitablen Sektoren "Pharmaceutical" und "Medical Devices" blieben so vor Schadenersatzklagen geschützt. Außerdem wird dadurch ein konzentrierteres und fokussierteres Arbeiten ermöglicht und die Profitabilität kann weiter gesteigert werden. Wie sich "Consumer" in der Eigenständigkeit schlagen wird bleibt abzuwarten, es könnte mit den starken Marken auch ein Übernahmekandidat für einen Mitbewerber, wie z.B. Unilever werden, das ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nur Spekulation. Wie die Dividendenpolitik des Unternehmens bzw. der Unternehmen nach dem Spin-off sein wird ist zur Zeit noch nicht publik gemacht worden. Johnson & Johnson weist eine 59-jährige, makellose Dividendenhistorie auf, damit könnte es dann natürlich vorbei sein. Es zeigt sich wieder einmal, nichts ist für die Ewigkeit, so konnte sich vor zwei Jahren auch niemand vorstellen, dass Shell seine Dividende jemals kürzen würde, in 2020 ist genau das geschehen, zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg. Dividenden sind kein Zinsersatz und sind letztendlich eine freiwillige Leistung des Unternehmens an seine Aktionäre. 

Ich persönlich sehe Johnson & Johnson weiterhin als Schwergewicht in meinem Depot und kann das Vorgehen absolut nachvollziehen. Johnson & Johnson wird daher erst ein mal weiter unverändert monatlich bespart. 

Bitte beachtet: Es handelt sich hierbei um meine Einschätzung der Lage. Diese kann sich im Nachhinein als falsch herausstellen. Es gilt natürlich wie immer mein Disclaimer (Haftung für Inhalte) und die Haftung für Links.

Abschließend noch die Frage an euch, ist UnitedHealth Group ein Kandidat für das Eigene Depot und wie ist euere (vielleicht abweichende) Sicht der Dinge im Bezug auf Johnson & Johnson?


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PS: Ich habe ursprünglich vergessen die Verlinkung zur Aktienanalyse hinzuzufügen. Zwei Stunden nach Veröffentlichung wurde ich darauf aufmerksam gemacht, danke an den Melder und danke für's Verständnis!

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