Monatsabschluss Oktober 2020 und noch ein bisschen mehr...

Das soll jetzt keine Ausrede sein, aber es sind harte Zeiten für mich bei meinem Arbeitgeber, der deutschen Post. Ein Grund dafür ist Corona. Deshalb starten nicht alle Mitarbeiter zeitgleich, sondern in zwei Gruppen versetzt. Ich hatte das zweifelhafte "Vergnügen" in der Woche vom 02.11 bis zum 08.11 in der späten Gruppe anzufangen. Zwar konnte ich dadurch gemütlich in den Tag starten, da die Arbeit ja erst um 10 Uhr angefangen hat, die Arbeitszeit hat sich dadurch aber erheblich in den Abend und dadurch in die Dunkelheit (Zeitumstellung sei Dank) gezogen. Es war mir somit im Prinzip nicht möglich, mich um meinen Blog zu kümmern, denn so alltägliche Dinge Wie Einkaufen und Nahrungszubereitung mussten ja auch noch erledigt werden. Erschwerend hinzu kamen noch massive Probleme mit der Stabilität der Internetverbindung in den letzten Wochen. Aber genug Mimimi für den Moment!

Der Oktober 2020 hat mir Nettodividenden in Summe von 128,28 Euro beschert, die ich natürlich voll versteuern musste, nachdem der Freistellungsauftrag komplett aufgebraucht ist. Die Zahlungen in chronologischer Reihenfolge kamen von:

  1. Coca Cola, 01.10.2020; 6,86 Euro
  2. Saputo, 02.10.2020; 3,42 Euro
  3. Volkswagen, 05.10.2020; 17,88 Euro
  4. Diageo, 08.10.2020; 5,80 Euro
  5. Altria, 09.10.2020; 6,38 Euro
  6. Philip Morris, 13.10.2020; 14,77 Euro
  7. Lam Research, 14.10.2020; 9,07 Euro
  8. Legett & Platt, 15.10.2020; 8,10 Euro
  9. Stag Industrial, 15.10.2020; 10,58 Euro
  10. Cisco Systems, 21.10.2020; 5,59 Euro
  11. Oracle, 22.10.2020; 0,88 Euro
  12. Bank of Nova Scotia, 28.10.2020; 10,27 Euro
  13. iShares JP Morgan, 28.10.2020; 18,86 Euro
  14. JP Morgan Chase, 31.10.2020; 9,82 Euro

Dividenden und Ausschüttungen seit 2014

Im Oktober 2020 habe ich neben den bekannten Sparplänen auch noch einen Einmalkauf getätigt. Inzwischen habe auch ich ein Depot bei Trade Republic angelegt. Über diesen Broker habe ich am 26.10.2020 eine weitere Aktie von Amazon gekauft. Meine erste Amazon Aktie hatte ich ja bereits im August über Consorsbank gekauft. Ich verfüge also inzwischen über 2 Aktien von Amazon. Das sind deutlich über 5000 Euro Investment, von dem keine Dividende hervorgeht. Mein Plan ist es nun, eine der beiden Aktien über einen längeren Zeitraum zu behalten um von wahrscheinlichen Kurssteigerungen in der Zukunft zu profitieren. Die andere der beiden Amazon Aktien werde ich evtl. schon sehr bald wieder verkaufen, denn ich wollte nur ein paar 100 Euro Gewinn Mitnehmen und davon dann dividendenzahlende Aktien zu kaufen. Mit Hinblick auf das aktuell laufende Weihnachtsgeschäft könnte der Plan aufgehen. 

Grafisch dargestellt sieht mein Portfolio so aus (Gesamtwert ohne Verrechnungskonto 63967,16  Euro, davon fallen 5208,00 Euro auf die nicht Dividendenzahlenden Amazonaktien)

Depotentwicklung

Bis Mitte Oktober sah es danach aus, als würde es ein guter Monat werden, dann jedoch ging es rapide bergab. So muss ich am Ende des Monats eine Rendite von -3,1% verzeichnen. Dies entspricht einem Minus von 1992,77 Euro inklusiv der erhaltenen Nettodividenden.

Seit der ersten Buchung sieht die Performance grafisch dargestellt so aus: (Als Benchmark ist pink der MSCI World, orange der S&P 500 sowie grün der DAX abgebildet, die Performance meines Depots ist schwarz dargestellt.)

Wie schon in den vergangen Monaten liegt mein Depot inzwischen deutlich hinter dem S&P 500 und nur noch knapp vor dem MSCI World.

Der True Time weighted Rate of Return beträgt 50,99%, das ist ein Minus von 4,89% gegenüber dem Vormonat. Die Gesamtverzinsung (interner Zinsfuß) ist um 2,27%, und damit leider wieder in den negativen Bereich, auf -0,73% gesunken.

Die Länderallokation sieht, Stand Ende Oktober 2020, so au:

(nicht berücksichtigt iShares J.P. Morgan USD EM Bon UCITS ETF)

Länderallokation: USA: 72,26%; UK: 9,52%; Niederlande: 6,89%; Kanada: 5,19%; Deutschland: 4,89%; Japan: 1,24%

Im Gesamtportfolio, also mit dem iShares J.P. Morgan USD EM Bond UCITS ETF, habe ich folgende Länderallokation: USA: 63,78%; UK: 8,41%; Niederlande: 6,08%; Kanada: 4,58%; Deutschland: 4,32%; Japan: 1,10%

Ein Blick auf die Sektorallokation:

Nichtzyklische Konsumgüter: 18,37%; Zyklische Konsumgüter: 15,65%; IT: 14,55%; Anleihen: 11,74%; Gesundheitsversorgung: 9,38%; Industrie: 6,82%; Finanzwesen: 6,57%; Immobilien: 5,77%; Versorger: 4,37%; Energie: 3,14%; Telekommunikation: 1,83%; Materialien: 1,81%

Würde man den Bereich Anleihen außer acht lassen und sich nur auf die Aktien & Aktien-ETF-Allokation konzentrieren, so hat das Depot folgende Allokation:

Nichtzyklische Konsumgüter: 20,81%; Zyklische Konsumgüter: 17,73%; IT: 16,48%; Gesundheitsversorgung: 10,63%; Industrie: 7,73%; Finanzwesen: 7,44%; Immobilien: 6,53%; Versorger: 4,96%; Energie: 3,56%; Telekommunikation: 2,08%; Materialien: 2,05%

Ziele für das Jahr 2020

Die Summe des investierten Kapitals beträgt nun 23958,28 Euro. In dieser Summe nicht inkludiert sind die beiden Amazon Aktien. Diese betrachte ich, wie schon erwähnt eher als Spekulationsobjekte und da Amazon keine Dividende zahlt habe ich dieses Investment bewusst ausgeklammert. (Mit Amazon beträgt die Summe des investierten Kapitals 29411,55 Euro) Das Ziel 25000 Euro im Jahr 2020 zu investieren werde ich also locker erreichen, da meine Sparpläne natürlich weiter "durchlaufen" werden. Dem zweiten Ziel, eine monatliche Nettodurchschnittsdividende von 130,00 Euro zu erreichen bin ich durch die Dividenden aus dem Oktober ein Stückchen näher gekommen (4,73 Euro um genau zu sein), der Abstand zur Zielerreichung beträgt mit 113,70 Euro nun noch 16,30 Euro. Bei nur noch zwei verbleibenden Monaten in 2020 werde ich die von mir gesetzte Zielmarke aber nicht mehr erreichen können.

Ziel 1 25000 Euro Investment Zielerreichung in % 95,83%
Ziel 2  130,00 Euro Nettodurchschnittsdividende Fehlbetrag  16,30 Euro

Ziel Nummer 2 grafisch dargestellt:

1. Das Auto Abo, von dem ich im Monatsabschluss Oktober 2019 schrieb, ist am 22.10.2020 zu Ende gegangen. Die Frage die Blogleser Andreas in den Raum warf war, ob nach der Rückgabe des Autos noch eine "gesalzene" Abschlussrechnung kommt, weil vielleicht kleine Lackschäden etc. gefunden wurden. Fakt ist, dass ich mit dem Auto sehr behutsam umgegangen bin und auf den über 15000 km keinen Schaden verursacht hatte. Zum Abschluss habe ich dem Auto einen Besuch in der Waschanlage gegönnt und den Innenraum gereinigt. Ein paar Tage nach der Rückgabe habe ich noch einmal Post von Sixt erhalten. Wie man sehen kann, gab es zum Glück keine unangenehmen Überraschungen:

Die Kosten für das Auto-Abo waren 3887,00 Euro in 12 Monaten, bzw. 323,92 Euro monatlich. Darin ist Alles enthalten, bis auf das Benzin. Weil die Konditionen für das Auto-Abo inzwischen deutlich teurer geworden sind, habe ich mich nicht um die Verlängerung des Abos bzw. um ein neues Abo gekümmert. Stattdessen bin ich nun Besitzer eines jungen Gebrauchten, den ich bar vom Autohändler gekauft habe.

Dieses Auto wird für die nächsten Jahre mein fahrbarer Untersatz sein.

2. Im Zusammenhang mit dem Auto Abo gibt es allerdings noch eine ziemliche Enttäuschung. Ich wurde neulich geblitzt. Ich war nach Abzug der Toleranz 7 km/h zu schnell. Das Ticket in Höhe von 15 Euro ist eigentlich nicht weiter der Rede wert. Was mich allerdings wirklich geärgert hat ist, dass Sixt mir für die Weiterreichung des Tickets eine Servicepauschale in Höhe von 29 Euro in Rechnung gestellt hat! Ich werde das Gefühl nicht los, dass Sixt sich dadurch noch ein paar Euro verschaffen will, denn die Weiterreichung bestand im Grunde nur darin, dass ich eine E-Mail mit der Rechnung und dem eingescannten Schreiben der Gemeinde in der ich geblitzt wurde erhalten habe.

Dank der Gebühr von Sixt ist aus einer kleinen Geschwindigkeitsüberschreitung, die nicht mehr als 15 Euro kostet, ein 44 Euro Ticket geworden!

Quelle Vorschaubild: pixabay.com

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Kommentare: 5
  • #1

    Alf (Montag, 16 November 2020)

    Die Sixt Service Gebühr halte ich für mehr als fraglich. Das sieht ja nach Bereicherung und nicht nach Service aus.

    Aber mit nur 2 Amazon-Aktien Deine zweitgrößte Position, das finde ich witzig ;-)

    LG Alf

  • #2

    Samuel (Montag, 16 November 2020 14:51)

    Hallo Alf,

    ja, der Meinung bin ich auch, aber was kann man da machen, außer einfach zu zahlen?
    Da die Amazon Aktien nie gesplittet wurden ist das ja auch kein Wunder.^^

    Mfg Samuel

  • #3

    JnDoe (Dienstag, 17 November 2020 13:18)

    heute deinen Blog entdeckt und mich beeindruckt vor allem auch deine Verwendung von Portfolio Performance, gerade die Granularität in der Assetverteilung und wie lange du das Tool schon nutzt. Sehr interessanter Einblick, ich lasse ein Abo da und freue mich auf deine monatlichen Berichte, um daraus für mein doch im Vergleich etwas schlampiger geführtes Portfolio vielleicht das Eine oder Andere abzuleiten.

  • #4

    Samuel (Mittwoch, 18 November 2020 08:08)

    Hallo JnDoe,

    Porfolio Performance ist ein mächtiges Tool mit dem man viel analysieren kann, auch ich entdecke immer wieder Mal eine neue Funktion oder es kommt etwas Nützliches durch ein Update hinzu!
    Und Danke Dir, das geht runter wie Öl und motiviert mich natürlich ungemein ;-)

  • #5

    andreas (Sonntag, 22 November 2020 09:31)

    Das mit dem Blitz-Ticket machen leider alle Anbieter. Ist uns bei Europcar auch schon passiert. Sehr ärgerlich, wenn man für eine Leistung (Weiterreichen Schreiben) eine Gebühr in dieser Höhe bekommt.